Entwicklung
Bei der Entwicklung von Anwendungen gibt es eine Vielzahl von Technologien und Konzepten. Jede ist für eine bestimmte Vorgehensweise und damit für eine bestimmte Zielgruppe gemacht und bietet spezielle Vorteile.
Es gibt jedoch einige Kriterien, die generelle Gültigkeit haben: So schafft die Unterstützung von anerkannten Industriestandards Investitionssicherheit. Da jedes Projekt einen Abgabetermin hat, muss ein Entwicklungs-Framework dem Entwickler Arbeit abnehmen und seine Produktivität erhöhen. Einfache Dinge wie Berichte oder Formulare sollten nicht von Hand kodiert werden müssen, sondern als fertige Bausteine direkt aus dem Framework kommen.
All diese Kriterien sollten Unternehmen bei ihrer strategischen Entscheidung für eine Anwendungsentwicklung oder -umgebung berücksichtigen. Die im Folgenden genannten Entwicklungstechnologien und -frameworks orientieren sich daran:
- Endanwender benötigen häufig Anwendungen, die weder als Standardanwendungen verfügbar sind noch von einer IT-Abteilung in angemessener Zeit realisiert werden können. Für diese „taktische Anwendungsentwicklung“ mit dem Ziel möglichst schneller Ergebnisse müssen Werkzeuge zur Verfügung stehen, die auf der Basis des Internets funktionieren und die im Unternehmen existierenden Sicherheitsmechanismen und Datensicherungs-
konzepte nutzen. Idealerweise gibt es eine Vielzahl von Komponenten „out of the box“, die die Nutzer unterstützen und ihnen helfen, die angestrebten Ziele effektiv zu erreichen. - Beim Einsatz von Java als strategischer Entwicklungsumgebung sollten weit über die Standardimplementierungen hinausgehende Funktionen vorhanden sein. Diese ergänzenden Funktionen werden als Framework zusammen-
gefasst und unterstützen die Effektivität der Entwicklung etwa durch die Einbindung vorgefertigter Komponenten. Selbstverständlich sollten auch weitere Hilfsmittel wie Wizards oder Assistenten zur Verfügung stehen. Ist der Entwickler von diesen Routineaufgaben befreit, kann er sich auf die Implementierung der spezifischen Geschäftslogik konzentrieren. Dann ist es möglich, sehr produktiv Java Anwendungen nach anerkannten Standards wie EJB (Enterprise Java Beans), Web Services, JSF (JavaServer Faces), JSP
(Java Server Pages) etc. zu erstellen. - Klassische 4GL-Entwicklungswerkzeuge sollten Unternehmen verwenden, um bestehende Anwendungen zu pflegen und weiterzuentwickeln. Sie sollten aber langfristig unterstützt werden und moderne Architekturen
nutzen können. Es sollte möglich sein, die 4GL-Anwendungen in Richtung serviceorientierter Architekturen
(SOA) zu modernisieren oder sie in solche Umgebungen zu integrieren. - .NET-Entwickler brauchen die Chance, ihre Entwicklungen auch mit anderen auf Standards basierenden Datenhaltungssystemen zu verbinden, die sowohl auf Windows Systemen als auch unter Linux, Unix etc.
laufen, und deren Funktionen bestmöglich zu nutzen. Dabei können sie Funktionen aus Visual Studio
heraus nutzen oder die optimierten und ergänzenden Möglichkeiten der Datenbankhersteller einsetzen.
Dadurch wird die Effektivität der Entwickler und letztendlich die Benutzerzufriedenheit etwa durch bessere Antwortzeiten verbessert.
Entwicklungstools von Oracle
Bei der Anwendungsentwicklung kommt es stets darauf an, ein Projekt in angemessener Zeit und zu angemessenen Kosten abzuschließen. Die Entwicklungsplattform sollte so ausgelegt sein, dass bei der Entwicklung alle geforderten Funktionalitäten mit einem geringen zeitlichen Aufwand ohne große Anstrengungen implementiert werden können. Dass sich die Ergebnisse an Standards orientieren und die Investitionen damit eine sichere Zukunft haben, muss selbstverständlich sein.
Oracle bietet für alle Branchen und Wirtschaftsbereiche Entwicklungswerkzeuge an, die obige Anforderungen erfüllen. Ausführliche Beschreibungen der folgenden Oracle Produkte finden Sie im Kapitel Technologie-Themen:
- Oracle Application Express (APEX)
- Oracle JDeveloper (JAVA)
- Oracle Application Development Framework (ADF)
(JAVA EE Framework) - Oracle Forms, Reports und Designer (4GL)
- SQL Developer
- Oracle Developer Tools für Visual Studio (ODT)

